Nikolaikirche mit Pilgerzentrum und Diakonissenhaus

Die dreischiffige Basilika St. Nikolai war einst für das Benediktinerinnenkloster (das bis zur Reformation bestand) Pfarrkirche und Gotteshaus. Um 1180 errichtet, gilt die Kirche als das zuletzt entstandene romanische Bauwerk Thüringens. Kunstvolle Steinmetzarbeiten, die in Eisenach in vergleichbarer Form sonst nur auf der Wartburg anzutreffen sind, sind an den Säulen im Kircheninneren zu entdecken.
Direkt neben der Nikolaikirche ist das einzige der ehemals fünf Stadttore erhalten geblieben, das Nikolaitor aus dem 12.Jahrhundert. Martin Luther betrat an dieser Stelle 1498 die Stadt und bat bei Verwandten  - dem Küsterehepaar der Nikolaikirche - um Quartier. Die Verwandten konnten ihn nicht aufnehmen, so verdiente er sich seinen Lebensunterhalt zunächst als Kurrendesänger und fand dann ein zu Hause bei der Familie Cotta.

Direkt neben der Nikolaikirche befindet sich das Diakonissen-Mutterhaus mit dem Nikolaizentrum. Das Nikolaizentrum lädt zu Pilgerwanderungen und spirituellen Kirchenführungen (in der Nikolaikirche) ein. Als Pilgerstation auf dem Ökumenischen Pilgerweg nach Santiago de Compostella, dem Elisabeth-Weg von Eisenach nach Marburg und dem den Lutherweg bietet das Diakonissen-Mutterhaus Anfangs- oder Schlussandachten, Segen und Übernachtungen für Pilger an.